Schlaganfall

SCHLAGANFALL

Schlaganfall

Der Schlaganfall

Knapp 270.000 Schlaganfälle ereignen sich nach aktuellen Berechnungen jährlich in Deutschland, etwa 200.000 davon sind erstmalige Schlaganfälle - etwa 5-10 % davon sind unter 50 Jahre alt.
Schlaganfälle sind damit die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter.

Ein Schlaganfall resultiert aus einer Durchblutungsstörung des Gehirns.
Er entsteht, wenn hirnversorgende Blutgefäße (Arterien) "verstopft" sind oder "platzen". Durch die daraus folgende Minderversorgung der Gehirnzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen können wichtige Funktionen des Gehirns unvermittelt ("schlagartig") ausfallen, Zellen beginnen abzusterben.

Für etwa 80 Prozent aller Schlaganfälle ist eine "Verstopfung" der Gefäße verantwortlich. Sie entsteht durch Blutgerinnsel, die entweder mit dem Blutstrom aus anderen Gefäßen "verschleppt" werden (Embolie), oder direkt "vor Ort" entstehen (Thrombose) – Mediziner sprechen von einem Hirninfarkt. Seltener entsteht ein Schlaganfall durch "Platzen" eines Hirngefäßes – hier sprechen Mediziner von einer Hirnblutung. Abhängig von der betroffenen Hirnregion kann ein Schlaganfall unterschiedlichste Auswirkungen haben. Charakteristisch sind die Lähmung oder Gefühlsstörungen einer Körperhälfte sowie Seh- und/oder Sprachstörungen.

Mögliche Folgen eines Schlaganfalles

Empfindungsstörungen
Berührungen, Schmerzen, Temperaturen werden in einzelnen Bereichen einer Körperhälfte nur teilweise oder gar nicht empfunden.

Lähmungserscheinungen
Häufig Halbseitenlähmung von Arm und/oder Bein. Herabhängen des Mundwinkels aufgrund einseitiger Lähmung der Gesichtsmuskulatur. 

Sprechen und Verstehen von Sprache verändert 
Sprechstörungen: Gesprochenes wirkt abgehackt, verwaschen, monoton, langsam oder überstürzt.
Sprachstörungen: Sprachbildung nicht mehr oder nur teilweise möglich, dann oft unverständlich oder zusammenhangslos.

Sehstörungen
Tunnelblick, Doppelbilder oder Sehen auf nur einem Auge möglich. 

Erkennen von Gegenständen und ihrer Funktion gestört
Gegenstände werden zwar erkannt, aber nicht richtig verwendet, z.B. werden Haare mit der Gabel gekämmt.

Persönlichkeitsveränderungen
Teilnahmslosigkeit, Resignation, Depression, Zwangsweinen, plötzliche Wutausbrüche.

Nach einem Schlaganfall fühlen sich viele Betroffene mitten aus dem Leben gerissen. Vieles ist plötzlich in Frage gestellt, oftmals ist völlig offen, wie das Leben und der Alltag weitergehen soll.
Wichtig ist jetzt, dass sich Betroffene und Angehörige nach der Akutbehandlung sicher aufgehoben und gut beraten fühlen, um einen sinnvollen Rehabilitationsprozess zu starten. Welche Möglichkeiten gibt es, die das Leben im Alltag erleichtern und Selbständigkeit fördern?

In dieser Situation möchten wir Betroffenen und Angehörigen Hilfe und Unterstützung anbieten. Trotz erstklassiger Behandlungsstandards in Deutschland bleiben häufig Funktionseinschränkungen (Lähmungen, Unsicherheiten in Stand und Gang, usw.) zurück. Durch die langjährige und enge Zusammenarbeit mit insgesamt vier neurologischen Kooperations-Rehabilitationskliniken im Ruhrgebiet arbeiten wir stetig an der Optimierung der Versorgungsmöglichkeiten und sind bemüht, jeder Patientensituation ein umfassendes Versorgungskonzept zu ermöglichen.

Als kompetenter Partner begleiten und beraten wir. Wir zeigen Möglichkeiten und Chancen auf, damit gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten ein sinnvoller Therapieprozess geplant und durchgeführt werden kann.

Gemeinsam suchen und finden wir Lösungen ...

Behandlung mit "Funktioneller Elektrostimulation"

Vorschau Prospekt

In unserer Broschüre FUNKTIONELLE ELEKTROSTIMULATION: Was ist das? Leitfaden für Patienten finden Sie Informationen zu unserem Therapieverfahren sowie die Ansprechpartner dazu in unserem Hause.  download pdf »

Bei Fragen zum Thema FES wenden Sie sich bitte direkt an eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter aus unserem Team "Funktionelle Elektrostimulation".